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Ilse Haider, »Porträt einer Esche«, 2019, Fotogramm, Silbergelatineabzug, 10×6 m, realisiert im Rahmen von QUIVID, München.
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Ilse Haider »Zwei Eschen« Knoll+Cella »About Place« >Eröffnung: Donnerstag, 03.12.26, 19:00 Uhr >Dauer: 04.12.26−11.02.27 FOTOHOF | Inge-Morath-Platz 2 | 5020 Salzburg | Österreich | |||||||||||||||||||||
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Vor 200 Jahren entstand die erste Fotografie der Welt von Nicéphore Niépce. Die Werke dieser Ausstellung reflektieren die technischen Bedingungen des Mediums: bei Knoll+Cella den technisch-optischen Apparat der Camera Obscura, der zentralperspektivisch Räume auf eine Fläche projiziert – Ilse Haider nützt den chemischen Prozess der dauerhaften Fixierung von Licht und Schatten für ein gigantisches Fotogramm. Beide Komponenten zusammen konstituieren die Fotografie. »About Place« von Knoll+Cella befasst sich mit der Beziehung zwischen Innen- und Außenraum. Häufig wechselnde Aufenthaltsorte wie Hotelzimmer oder kurzzeitig genutzte Wohnungen werden in eine Camera Obscura verwandelt. Dabei entsteht eine auf den Kopf gestellte Projektion des Außenraums auf den Innenraum – diese Bildüberlagerung wiederum wurde mit einer Kamera fotografiert. Ilse Haiders 10 × 6 m große Fotoarbeit ist eines von zwei Fotogrammen zweier Eschen in Originalgröße, die als Grundlage für eine Fassadengestaltung im Rahmen von QUIVID, dem Kunst-am-Bau-Programm der Stadt München, hergestellt wurden. Dafür wurden die gefällten Bäume in eine zur Dunkelkammer umfunktionierte Halle gebracht und von zahlreichen Helfer:innen bei Rotlicht auf lichtempfindliches Papier gelegt, das anschließend belichtet und vor Ort entwickelt wurde. Wie ihre bekannten dreidimensionalen Foto-Porträts von Ikonen der Popkultur und Kunstgeschichte entstand auch diese Arbeit in einem aufwendigen Prozess in der Dunkelkammer – hier allerdings als flaches Fotogramm in einer für Haider bislang einzigartigen Dimension. | |||||||||||||||||||||
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Barbara Holub, »Exploring Mirové Namesti (Platz des Friedens erforschen)«, 2024/2026
Diasec, 60 × 90 cm | |||||||||||||||||||||
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Barbara Holub »Kunstlandschaft − Blind Spots, Black Holes« >Eröffnung: Donnerstag, 03.12.26, 19:00 Uhr >Dauer: 04.12.26−11.02.27 FOTOHOF>STUDIO | Inge-Morath-Platz 2 | 5020 Salzburg | Österreich | |||||||||||||||||||||
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In »Kunstlandschaft – Blind Spots, Black Holes« verknüpft Barbara Holub Aspekte ihrer Familiengeschichte mit Fragen nach politischen, ökonomischen und ideologischen Interessen, die hinter urbanen Transformationsprozessen und Visionen für eine »bessere Gesellschaft« stehen. Ausgangspunkt ist die persönliche Geschichte von Alois Holub, der 1945 enteignet und mit seiner Familie aus Tschechien vertrieben wurde. Die widersprüchliche Rolle ihres Großvaters als Opfer der Vertreibungen, aber auch als Profiteur des NS-Regimes verknüpft Barbara Holub mit einer vielschichtigen Erzählung über einen für ihre Familiengeschichte und die Stadt Ústí nad Labem bedeutenden Ort. Das ehemalige Druckereigebäude des Großvaters, das 1979 dem Bau der Zentrale der Kommunistischen Partei weichen musste, wird zum Dreh- und Angelpunkt einer Diskussion unterschiedlicher historischer Dynamiken, die sich vielerorts bis heute fortsetzen. Schicht für Schicht werden persönliche Erinnerungen mit den Ergebnissen einer intensiven Forschungstätigkeit zu einer Erzählung verquickt, an deren Ende kein eindeutiger Befund zu erwarten ist. Orte wie der »Platz des Friedens«, die bis heute Baustelle bleiben, werden zu Denkräumen, in denen sich die »blinden Flecken« einer Familiengeschichte mit jenen »schwarzen Löchern« überlagern, die in der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts so zahlreich vorhanden sind. | |||||||||||||||||||||
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